BROWN TO GREEN REPORT 2018 – Klimaschutz im Vergleich

Der „Brown to Green“-Report erscheint jährlich und bietet einen umfassenden Überblick über den Klimaschutz in den G20-Staaten.

Klimaschutz Report vom Vorjahr zeigt wenig Fortschritt
Climate Transparency, c/o Humboldt-Viadrina Governance Platform, Berlin, Germany

Nachdem der Brown to Green Report 2019 nicht gerade berauschend ausfiel, ist die Aktualität des Themas sehr passend, um die Ergebnisse vom letzten Jahr kurz zusammenfassen.

Seit 2015 erscheint der Klimaschutz-Report jedes Jahr und ist mit insgesamt 80 Indikatoren die umfassendste Sondierung der G20-Klimaschutzmaßnahmen. Der Bericht enthält präzise und vergleichbare Informationen zu den Finanzierungs- und Minderungsmaßnahmen der einzelnen G20-Staaten. Somit liefert er den weltweit ausführlichsten Überblick über den Klimaschutz in den G20-Staaten und vergleicht diese untereinander. Zusammengestellt wird der Report von der internationalen Initiative „Climate Transparency“. Diese hat 14 Forschungseinrichtungen und NGOs aus der Mehrheit der G20-Staaten und viele aus Schwellenländern mit an Board.

Die Ergebnisse des „Brown to Green“-Reports 2018 zusammengefasst sind:

  • Die G20-Staaten sind verantwortlich für ca. 80 % der globalen Treibhausgasemissionen und damit Schlüsselakteure für den globalen Klimaschutz.
  • In 15 der G20-Länder sind die CO2-Emissionen in 2017 wieder gestiegen; 82 % des Energiemixes kommen noch immer aus Kohle, Öl und Gas.
  • Um die globale Erwärmung unter 1.5°C zu halten, müssen die G20 ihre Treibhausgasemissionen bis 2030 halbieren. Die derzeitigen nationalen Klimaziele würden die Emissionen nur auf dem jetzigen Niveau halten.
  • Kein G20 Staat hat bisher eine langfristige Klimastrategie, um CO2-Emissionen bis 2050 auf Netto-Null zu senken.
  • Die G20-Staaten subventionieren fossile Energien immer noch mit 147 Milliarden US-Dollar, obwohl sie schon seit 2009 versprechen, diese Subventionen abzubauen.
  • Die Länder mit dem höchsten Kohleanteil im Energiemix kommen am langsamsten voran. Großbritannien, Frankreich, Italien und Kanada haben hingegen bereits entschieden, aus der Kohle auszusteigen.
  • Im Verkehrsbereich weisen Japan, Frankreich und Großbritannien den Weg mit dem Ziel, aus dem fossilen Vebrennungsmotor auszusteigen. Die Staaten mit den höchsten Verkehrsemissionen pro Kopf haben allerdings nicht einmal entscheidende Abgasnormen eingeführt.

Wie der Bericht von 2018 vor Augen führt, hat sich leider nicht viel verändert. Noch immer kommen 82 % des Energiemixes aus fossilen Brennstoffen. Die Emissionen in den Sektoren Strom, Transport und Gebäude sind angestiegen. Damit sind die gesamten CO2-Emissionen im Vergleich zum Vorjahr sogar um 1,8 % gestiegen. Obwohl das Thema Klimaschutz noch nie so groß geschrieben wurde wie 2019 passiert noch immer viel zu wenig. Wenn wir die Klimaziele von +1,5° bis 2050 erreichen wollen, dürfen wir nicht mehr länger warten. Jeder Beitrag zählt! Zum Beispiel mit deiner eigenen Solaranlage für deinen Sonnenbalkon!

Quelle:
https://www.germanwatch.org
https://www.climate-transparency.org/

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